Taktlose Intoleranz
Gedicht von Andreas Herkert-Rademacher
Das Wissen ist die Gegenwart,
die Zukunft braucht den Glauben,
man würde, ohne Widerpart,
uns sonst die Hoffnung rauben.
Die Forschung liefert Sicherheit,
um Dinge zu belegen,
Beweise brauchen sicher Zeit,
doch sind sie meist ein Segen.
Bis dahin setzt der Glauben an,
bringt Dinge in Bewegung,
denn nur ein Kopf, der glauben kann,
kriegt Energie-Verpflegung.
Die Ahnung sorgt für den Elan,
Ideen motivieren,
danach gilt es jedoch den Plan
noch zu verifizieren.
Doch wie gesagt, wer an nichts glaubt,
bei dem ist der Motor
mit Sicherheit recht eingestaubt.
So bringt man nichts hervor.
Und Manches, gilt es einzusehen,
kann man nicht belegen.
Nur muss, wer glaubt, dann auch verstehen,
wenn jemand sagt: „dagegen!“
Denn Glaube birgt oft große Kraft,
kann Berge gar versetzen,
nur: trifft er auf die Wissenschaft,
dann heißt es: Messer wetzen!
Für jeden wichtig, dass er glaubt,
denn Glauben schafft Vertrauen,
doch sei es Allen auch erlaubt,
genauer hinzuschauen.
