Bewertungsraster für Lyrik- und Kurzgeschichtenbeiträge

    Autor/in Gedicht-/KG-Titel Sprache Inhalt Form Themen-
    bezug
    „Hat was“-
    Faktor
    Gesamt
                   

    Bemessung von „A“ bis “D“, wobei „A“ die beste und „D“ die schlechteste Bewertung ist.

    Die Gesamtbewertung ergibt sich wie folgt:

    • Sprache, Inhalt und Form wird jeweils mit dem Faktor 2 multipliziert
    • Der Themenbezug (damit ist das jeweilige Ausschreibungsthema gemeint) mit dem Faktor 3
    • Der „Hat was“-Faktor mit dem Faktor 3; unter „Hat was“ sind das subjektive „Gefallen“ und – mehr noch – die Originalität eines Textes zu verstehen

    Jungen Autorinnen und Autoren bis zum Alter von 18 Jahren erhalten einen Bonus.

    Die Zahl der Gedichte ist auf drei, die der Geschichten auf eine beschränkt.

    Wir sind ja kein Verlag, der einen Gedicht- oder Kurzgeschichtenband lektoriert. Das Auswählen sollte also den AutorInnen der Texte überlassen sein. Die Anforderung der Zeichenanzahl ist ein hartes Auswahlkriterium. Geschichten, die drüber sind, sind raus. Da gibt es wie beim Einsendeschluss keinen Pardon. Gleiches gilt für falsche Dateiformate. Das allseits beliebte PDF ist nicht gestattet, weil es die Formatierungsarbeiten stark erschwert.

    Generelle Regeln:

    1. Bearbeitet werden nur Gedichte und Kurzgeschichten. Lyrische Prosa gehört NICHT zu den Gedichten, ebenso Aphorismen, Sinnsprüche o.ä.; letztere werden unter Prosa eingeordnet; bei den Kurzgeschichten sind wir weniger scharf. Es können also auch Kurzprosatexte, Szenen etc. eingesandt werden, aber nur ein Text und nicht mehrere.
    2. Gedichte sind etwas Dichtes. Ausgeuferte Texte von AutorInnen, die hinter den semantischen Sinn des Wortes „Gedicht“ noch nicht vorgedrungen sind, werden gebeten, sich mit diesem Thema auseinander zusetzen und neue Beiträge einzureichen.
    3. Kurzgeschichten folgen der für diese Prosaform vorgegebenen Regelsetzung. Die Sprache muss gut und originell sein, die AutorInnen sollten die Grammatik, die direkte und die indirekte Rede sowie die Zeiten einigermaßen beherrschen.
    4. AutorInnen, die keinen Beitrag zum Thema leisten, müssen ziemlich gute Beiträge liefern, damit wir sie in die Ausgabe hereinnehmen. „Thema verfehlt“ ist eigentlich ein Grund, den Text nicht zu verwenden.
    5. Sprache, Form und Inhalt müssen korrespondieren.
      • Zu einer überzeugenden Sprache gehört die Beherrschung derselben. Dinge wie die souveräne Nutzung von Bildern, Metaphern, Wortspielen etc. zeichnen einen guten von einem weniger guten Beitrag aus.
        In der modernen Dichtung wird häufig „kryptisch“ mit „gut“ und „bemüht“ mit „tiefgründig“ verwechselt. Das werden wir NICHT tun.
      • Der Inhalt muss etwas Überraschendes und Reizvolles in sich haben; auch das Spielen mit bekannten Themen und Inhalten der Lyrik und/oder der Literatur ist erlaubt und erwünscht. Es schadet nicht, wenn man dem Text eine gewisse Bildung und/oder zumindest Substanz und Originalität, eben Persönlichkeit, anmerkt.
        Siehe oben: Bemühte Bilder und an den Haaren herbeigezogene Vergleiche sind keine Kunst. Sie stehlen dem Leser allenfalls die Zeit.
      • Die Form ist nicht unbedingt eine fest oder traditionelle, um überzeugend und gut zu sein. Freie Gedichte sollten Inhalt, Sprache, Satz und Rhythmus (Metrum) miteinander in Verbindung bringen, so dass etwas Interessantes dabei herauskommt. Die Form hat eine Funktion beim Gedicht. Entscheidend ist und bleibt der Vorlesefaktor. Kurz: Gut ist, was das Vorlesen überlebt. Und: Ein Gedicht hat immer etwas Liedhaftes in sich. Sonst ist es keines.
      • Eine Geschichte muss tragen. Sie ist keine Lebenshilfe im eigentlichen und auch keine Aufarbeitung eigener Probleme. Geschichten haben nichts mit Tagebucheinträgen zu tun. Sie sind Ergebnis von Fiktion und/oder verarbeiteter Wirklichkeit.
      • Für ein Gedicht gilt das, was für jede Kunst gilt: Wenn eine längere Erklärung für das Verstehen von etwas Kurzem wie ein Gedicht benötigt wird, dann ist es einfach SCHLECHT. Letztlich muss sich ein Gedicht nach dem zweiten Lesen erschließen lassen.
      • Für Prosa (hier: Kurzgeschichten) gilt Ähnliches. Der Inhalt muss stringent sein und in sich stimmig. Die Person des Protagonisten muss ausgearbeitet werden; die anderen Personen müssen das nicht. Eine Geschichte muss eine innere Spannung erzeugen, die den Leser und die Leserin dabei bleiben lässt.

    Alle Einsendungen werden in einer Exceltabelle eingetragen. Danach wird festgestellt, ob der Autor die Teilnahmebedingungen eingehalten hat bzw. ob er oder sie den Jungautoren-Bonus erhalten. Anschließend erfolgt die Bewertung, die bei Kurzgeschichten immer mit einem Groblektorat (Rechtschreibung, Grammatik, direkte und indirekte Rede, Zeiten) verbunden ist. Gedichte werden nur bei offensichtlichen Fehlern korrigiert. Dazu bitte die Word-Korrektur-Funktion verwenden und, bei Bedarf, die Kommentarfunktion, wenn Korrekturen begründet werden müssen (das ist manchmal schon der Fall).

    Die Korrekturen werden dann zum Autor mit der Bitte um Freigabe versandt, wenn er oder sie ausgewählt wurden.

    Umsetzung der Auswahl und der Druckvorbereitung:

    1. Durchgang Eins: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.“
    2. Durchgang Zwei: Bewertung und Korrektur
    3. Abschließende Redaktion der ausgewählten Texte mit den Autoren; dieser Schritt wird dann umgesetzt, wenn genügend Zeit verbleibt, ansonsten gilt der redigierte Text
    4. Bereitstellung für den Satz

    Als Zeitbedarf müssen ca.  4 bis 6 Wochen für die Textauswahl angesetzt werden. Danach kommen nochmals vier Wochen für Satz und finale Korrekturen bzw. Druckfreigabe.

    Version:          BEWERTUNGSRASTER LYRIK ZUGETEXTET V1-1 01052016.DOCX

    Datum:            1. Mai 2016

    Autor:             Walther

     

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