Weil ich mich hasse Titel

Kai Lüdders: Weil ich mich hasse. Roman

    Eine Rezension von Anna W. von Huber

    In diesem Essay erlange ich die Antwort in einem Versuch, einem täglichen neuen Versuch, dem Leben in seiner Einfachheit und in seiner Kompliziertheit entgegenzutreten.

    Dieses Entgegentreten, dass in einem intuitiven Moment heraus entstehen kann, in einem Moment der inneren Bewegung zu einem neuen Schritt hat mir Kai Lüdders Roman, Weil ich mich hasse, gegeben.

     

    Kai Lüdders// Weil ich mich hasse. Roman// ISBN: 978-3-947424-07-8// Buch: Taschenbuch, Kartoniert, Paperback// Velum Verlag// Kleinmachnow// 2019// 174 Seiten// 9,99 Euro

    https://www.kai-luedders.de/

     

     

    Kai Lüdders Roman ist packend und ich habe ihn mit voller Spannung in einem Moment gelesen. Es handelt von einem Hamburger Ben. Er ist 39 Jahre alt und erfährt, dass sein Vater an Krebs erkrankt ist- unheilbar. Ben beschließt mit seinen Vater eine Reise zu wagen. Doch der Roman entpuppt sich, aus meiner Perspektive, weniger als ein  Roadtrip, dem Wiederfinden zwischen Vater und Sohn und dem großen Abenteuer dieser Reise, sondern zeigt vielmehr in einem teilweise äußerst alltäglichen, nahezu langweiligem Ausflug, in den Gesprächen, in den kleinen Momenten, ein Wiederfinden. Es beginnt eine Geschichte des Wiederfindens zwischen Vater und Sohn. Mehr will ich an dieser Stelle nicht erwähnen, es lohnt sich die Geschichte von Ben zu verfolgen und selbst zu lesen!

    Es ist keine komplizierte, fantastische oder spannungsüberladene Geschichte. Es handelt vielmehr von alltäglichen Situationen, die in ihrer Zusammen-Einkunft sich verbinden und doch viele große Momente zeigen können. Auch die Sprache ist einfach gehalten. Der Roman ist aus mehreren Perspektiven geschildert, so übernimmt die Hauptperspektive die des Ben ein, wohingegen aber auch seine Kinder immer wieder zu Wort kommen.

    An manchen Stellen waren die Beschreibungen vielleicht ein wenig zu lang geraten, zu ausführlich detailliert beschrieben, was man hätte kürzen können. Aber auch darin sei jedem eine eigene Lesart zugesprochen.

    Alles in allem ist dieser Roman ein unglaublich rührender, sehr einfach beschriebener erzählender Roman, der vor allem von Alltag handelt.

    Von der verborgenen Größe, die im Alltag steckt.

     

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