Walther (Hrsg.): Der Dichtung eine Bresche – Walthers Anthologie der Internet-Lyrik I – Gedichte mit Besprechungen –

    Der vorgelegte Band basiert auf den Gedichtinterpretationen, die seit dem Jahr 2008 auf der Webseite der Zeitschrift „Asphaltspuren“ und in den Printausgaben erschienen sind. Von 45 besprochenen AutorInnen mit 46 Werken konnten 40 mit 41 Beiträgen dafür gewonnen werden, an der jetzt zweiten Auflage dieses eBooks mitzuwirken, die leider aufgrund unvorhergesehener Entwicklungen notwendig geworden ist. Man hat als Mensch leider nicht alles in der eigenen Hand.

    Die Besprechungen wurden mit einer aktuellen Kurzbiographie und einer Bibliographie angereichert. Sie folgen den Werken und den Interpretationen durch den Herausgeber Walther. Im Band sind ein ausführliches Stichwortverzeichnis sowie eine Inhaltsangabe enthalten.

    Die Besprechungen, die Gedichte und die bio- und bibliographischen Daten wurden im Zuge der Zusammenstellung auf den neuesten Stand gebracht und an einigen Stellen bearbeitet und verbessert. Als besonderes Schmankerl sind fünf noch nicht veröffentlichte Beiträge und AutorInnen aufgenommen worden, die in der neu entstandenen Zeitschrift „zugetextet.com – Feuilleton für Poesie – Sprache – Streit – Kultur“ erscheinen werden. Im eBook sind außerdem die Ausschreibungsbedingungen für Walthers Anthologie aus dem Jahr 2008 und der Essay „Der Dichtung eine Bresche schlagen“ aus dem Jahr 2007 aufgeführt, der die Initialzündung für dieses bisher einmalige Projekt gegeben hat, Internetlyrik aus Literaturforen als echte Dichtkunst zu begreifen und sie als solche aufzubereiten.

    Der Eigenheit der Genesis der Besprechungen ist es zuzuschreiben, dass sich die eine oder andere Aussage in den Beiträgen wiederholt. Nachdem alle Beiträge einzeln mit den AutorInnen abgestimmt und aktualisiert worden sind, war es der Werktreue wegen unausweichlich, dass die eine oder andere Redundanz in der Argumentation entsteht. Schließlich sollte der Inhalt in Bezug zu den Beiträgen auf den Webseiten und den Zeitschriftausgaben stehen und daher im Wesentlichen beibehalten werden.

    Der Herausgeber hat es sich nicht nehmen lassen, zwei seiner Gedichte, die sich mit der vorliegenden Fragestellung beschäftigen, diesem Band beizugeben. Er wünscht sich sehr, besonders im Namen seiner AutorInnen, dass dieser erste Band von „Walthers Anthologie der Internetlyrik“ den kritischen Augen der Leserschaft standhalten möge, damit ihm bald weitere Ausgaben folgen können.

    Der Herausgeber würde sich sehr freuen, wenn die vorgestellten AutorInnen in der Zukunft von ihrer Möglichkeit Gebrauch machten, selbst Gedichte aus den Tiefen des Weltweitweb im Rahmen von Walthers Anthologie zu präsentieren. In diesem Fall wäre der zweite Teil des Vorhabens ebenfalls geglückt, dass die Trüffelsuche nach guter Lyrik im Internet nach der Art des Guerilla-Marketing zu einer echten Bewegung werden möge.

    Das eBook und seine gedruckte Variante erscheinen als Sonderausgabe des Magazins zugetextet.com, der Printausgabe zu unserem Blog.

    Es soll an dieser Stelle darauf hingewiesen sein, dass neben dem eBook auch eine gedruckte Version der Anthologie erscheinen wird. Sie wird nur die besprochenen Werke selbst und bis zu drei weitere Werke der AutorInnen enthalten. Die Besprechungen selbst werden exklusiv im eBook vorgestellt. Der Gedichtband ist in Kooperation mit dem Verlag in der dahlemer verlagsanstalt, Berlin, im Herbst dieses Jahres erschienen.

    Weltweitweb im Juli/August 2015/Januar 2016

     

    Der Herausgeber

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    6 Gedanken zu „Walther (Hrsg.): Der Dichtung eine Bresche – Walthers Anthologie der Internet-Lyrik I – Gedichte mit Besprechungen –“

    1. Schön & und mein Respekt°! dass sich ein paar erfahrene AutorInnen für „die brotloseste aller Künste“ (OhTon H.Heine) engagieren. In Zeiten, in denen es schwer ist, aus den Massen der Veröffentlichungen die Klasse zu extrahieren, ist dies mehrfach bewundernswert. Wenngleich ich auch politisch gesellschaftliche Themenaufnahmen arg vermisse (was würde Heine dazu sagen?, …und Tucholsky und …und?) Wer ist nicht nur orginell und kunstvoll im Sprachgebrauch- sondern „hat auch wirklich etwas zu sagen“? Habt ein Auge auf Effekthascherei…Sinne für Sinnliches und Sinnvolles! Weiterhin beste Ideen und beste Entscheidungen wünscht Ingo Bürger aka „gitano“

      1. Lieber gitano,
        Lob tut gut – und brotlos ist sie, die Kunst, aber nicht umsonst.
        „Politisch-Kratzbürstiges“ befindet sich unter „Streit“: http://www.zugetextet.com/?cat=8
        Alle Auswahl ist Menschenwerk und daher unvollkommen – dessen sind wir uns in der Redaktion sehr bewusst. Unser Blog ist literaturlastig, aber das ist auch eine Frage von Zeit und Gelegenheit. Vor letzterer steht die Geldfrage, denn Zeit ist die Währung, mit der man Gelegenheit bezahlen muss. Und erstere wird mit Geld entgolten.
        Herzlicher Gruß
        Die Redaktion

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