Paul Boldt-Junge Pferde-VSS Verlag

Gedicht des Monats Mai

    Gedicht von Paul Boldt

    In der Welt

    Ich lasse mein Gesicht auf Sterne fallen,
    Die wie getroffen auseinander hinken.
    Die Wälder wandern mondwärts, schwarze Quallen,
    Ins Blaumeer, daraus meine Blicke winken.

    Mein Ich ist fort. Es macht die Sternenreise.
    Das ist nicht Ich, wovon die Kleider scheinen.
    Die Tage sterben weg, die weißen Greise.
    Ichlose Nerven sind voll Furcht und weinen.

    S. 48 des Bands „Junge Pferde! Junge Pferde! – und alle weiteren Gedichte

    Similar Category Post

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.