Ausschreibung ABER Verlag

Ausschreibung: Literaturpreis 2021 des ABER Verlags, Wilen, Schweiz – Deadline: 30.11.2020

    Der Preis ist dotiert mit 1.000 Euro und einem Autorenvertrag des ABER VERLAGS. An die besten Autoren können weitere Verträge vergeben werden.
    10 Kurzgeschichten werden im Band ‚ABER – die besten Geschichten 2021‘ veröffentlicht.
    Die Preisverleihung erfolgt an der Leipziger Buchmesse 2021.

    Der ABER VERLAG schreibt einen Kurzgeschichten-Wettbewerb zum Thema ‚Aber‘ aus.

    Einige Tipps zum Thema, da bisher sehr viele Einsendungen wegen Themaverfehlung zurückgesandt werden mussten:

    • Rechtfertigung beginnt mit Relativierung. (Eric Gujer, NZZ-Chefredaktor)
    • Alle Tiere sind gleich, einige aber sind gleicher. (George Orwell)
    • Das ist wahr, aber ….
    • Aber das darfst du doch nicht sagen.
    • Aber das hätten wir von diesem Kind doch nie erwartet.
    • Hitler war übel, aber er hat auch Gutes geleistet.
    • Verschwörungstheorien sind erlogen, haben aber doch oft einen wahren Kern.
    • 9/11 und die Mondlandung haben stattgefunden, aber vielleicht steckt doch der amerikanische Imperialismus dahinter.
    • Ich habe nichts gegen Juden, aber sie beherrschen die Welt.
    • Pädophilie und Gewalt gegen Frauen sollen nicht sein, aber viele Männer sind eben so.

    Das Wort ABER steht für die Relativierung des Bösen, gegen die wir kämpfen. Die Beiträge sollen aber weder belehrend noch wissenschaftlich sein. Schreiben Sie einfach eine spannende Geschichte aus dem Alltag zum Thema, die uns und die Leser begeistert.

    Die 20 Jury-Mitglieder :

    • Dr. Edita Koch (EXIL VERLAG, Bundesverdienstkreuzträgerin Deutschlands und Tschechiens)
    • Slobodan Despot (EDITIONS XENIA, Schriftsteller, Philosoph und Literaturjournalist)
    • Myriam Halberstam, Pädagogin, Kinderbuchautorin und Leiterin des jüdischen Kinderbuchverlags Ariella
    • Roman Grinberg (Komponist, Pianist, Textdichter, Festivalintendant und Theaterproduzent)
    • Rainer Vollmar (ex SUHRKAMP VERLAG, Lektor)
    • Dr. Manfred Hiefner (Leiter des MÜNSTER VERLAGS)
    • Prof. Dr. Elvira Grözinger (Literaturwissenschaftlerin, Dozentin für Deutsch und Jiddisch, Schriftstellerin)
    • Prof. Dr. Werner Abel (Historiker der TU Chemnitz)
    • Dotschy Reinhardt (Schriftstellerin und Musikerin, Vorsitzende des Landesrats der Sinti und Roma Berlin)
    • Gerhard Haase-Hindenberg (Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller und Theaterautor, Sprachlehrer am Berliner Rabbinerseminar)
    • Gabriela Tscherniak (Film- und Theaterregisseurin, Partnerin von Nancy Spielberg und Amedia Moskau)
    • Menga Juon (Lyrikerin, Leiterin des Instituts für natürliche Gesangs-, Sprech- und Auftrittsschulung Basel)
    • Peter Wyss (ehem. Stiftungspräsident der Stadtbibliothek Chur, Präsident des Schweizer Schachbundes)
    • Iris Drescher (Sprachtherapeutin, Stimmbildnerin, Musikwissenschaftlerin und Literaturveranstalterin)
    • Aviva Blum (Kinderpsychologin, ehemalige Gymnasialdirektorin und Sprachlehrerin)
    • Dr. Thomas Fasbender (Philosoph, Schriftsteller und TV-Moderator)
    • Vadim Milov (Schachgroßmeister und Schachautor)
    • Alexander Pavlenko (Zeichner und Autor von Graphic Novels)
    • Astrid Saalmann (Malerin und Gesamtkünstlerin)
    • Alexander Günsberg (Schriftsteller und Leiter des ABER VERLAGS)

    Die Länge der Texte sollte zwischen 5.000 und 10.000 Wörtern liegen. Wir sind aber nicht pingelig. 500 Wörter mehr oder weniger sind nicht wichtig. Inhalt, Spannung und Qualität zählen mehr als der Umfang eines Textes.

    Rassistische oder diffamierende Texte sind von der Wertung ausgeschlossen.

    Die Rechte an den Texten müssen bei den Autoren liegen. Die Texte sollten unveröffentlicht sein. Publikationen in Selbstverlagen  wie BoD o.ä. sind jedoch kein Hindernis für die Einsendung.

    Alle Texte müssen als WORD-Datei per E-Mail an info@aber-verlag.com gesandt werden. Postsendungen werden nicht angenommen.

    Jede Einsendung muss ein Foto des Autors oder der Autorin, einen stichwortartigen Lebenslauf und eine Liste bereits erfolgter Publikationen und eventueller Presseberichte enthalten. Sollte die Einsendung prämiert werden, so erteilt der Autor sein Einverständnis zur Publikation der Geschichte, des Fotos, des Lebenslaufs und der genannten Liste. Alle Rechte daran gehen an den ABER VERLAG über. Mit der Einsendung akzeptiert der Autor diese Bestimmungen.

    Einsendeschluss ist der 30. November 2020.

    Für die Prämierung in Frage kommende Texte werden ohne Kosten für die Autoren korrigiert und lektoriert.

    Der beste Kurzgeschichte wird mit dem ABER-Literaturpreis 2021 ausgezeichnet. Er ist mit 1.000 Euro und einem Autorenvertrag dotiert.

    Insgesamt werden 10 Kurzgeschichten prämiert. Sie werden im Band ‚ABER – die zehn besten Geschichten 2021‘ veröffentlicht.
    Jeder Autor erhält 5 Frei-Exemplare. Weitere Exemplare können mit 50 % Autorenrabatt gekauft werden.
    Die Preisverleihung erfolgt am 18. März 2021 an der Leipziger Buchmesse.
    Im Jahr 2021 wird eine Lesung samt Buchsignatur mit allen 10 prämierten Autoren veranstaltet. Ort und Datum werden noch festgelegt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Sollte es trotzdem zu Verfahren kommen so gilt in jedem Fall Schweizer Recht. Gerichtsstand ist Wilen bei Zürich.

    Leserbrief an die NZZ zum Leitartikel von Chefredaktor Eric Gujer der Ausgabe vom 28.6.2020 „Ein Angriff auf die Zivilisation“

    Eric Gujer spricht mir in diesem Artikel aus der Seele. Der Satz „Rechtfertigung beginnt mit Relativierung“ steht für eine Pandemie, die die Menschheit seit Anbeginn der Zivilisation heimsucht. Im Gegensatz zu Pest, Cholera und Corona scheint sie unbesiegbar. „Aber“ heißt der Virus, der sie verbreitet. In Eric Gujers Satz „Die Brandanschläge von Linksextremisten sind schlimm, aber die Attacken von Rechtsextremisten sind schlimmer“ zeigt er sich deutlich. Doch auch in anderen ist er zu erkennen. „Hitler war schlimm, aber er hat Autobahnen gebaut und die Arbeitslosigkeit beseitigt“ könnte man anführen oder „Die Juden haben der Welt Jesus, Freud und Einstein gegeben, aber irgendwie sind sie anders“ oder „Verschwörungstheorien sind übel, aber manche haben einen wahren Kern“ oder auch „Gewalt gegen Frauen darf nicht sein, aber Männer sind eben so“. Um aufzuzeigen, welcher Teufel im Wort „aber“ steckt, habe ich den 2020 gegründeten Literatur- und Geschichtsverlag ABER genannt und einen Kurzgeschichten-Wettbewerb zum Thema „aber“ ausgeschrieben. 18 Persönlichkeiten aus der Literatur-, Verlags- und Kunstszene Deutschlands, der Schweiz und Österreichs bilden die Jury. Doch obwohl in der Ausschreibung Sinn und Ziel des Wettbewerbs erklärt wurde, treffen nicht alle das Thema. Es zeigt sich, wie stark unterschätzt die Gefahr wird, die vom Virus der Verharmlosung ausgeht und dass auch Bildung und Intellekt keinen Schutz gegen sie bieten, wenn sie nicht mit Anstand und Urteilsfähigkeit gepaart sind.

    Herzliche Grüße

    Alexander Günsberg, Schriftsteller und Verlagsleiter ABER VERLAG

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