Metzinger Kulturvereine sprechen sich städtisches Kulturrahmenkonzept aus

    Kulturforum: Vereine und Bürgerinitiativen trafen sich zur ersten Sitzung

    Metzingen. Im Kulturforum fand unter der Leitung von Frau Jäger-Renner, städtische Beauftragte für die Förderung des Bürgerengagements, und Harald Hug, Vorsitzender des neuen Trägervereins des Kulturforums Metzingen das erste Treffen der Metzinger Kulturvereine sowie von Bürger- und Literaturinitiativen statt. Der Kulturforumsvorsitzende präsentierte, dass in den Räumen in der Eisenbahnstraße regelmäßig Proben von Liederkranz und Kammerorchester, Termine des Reparaturkaffees und des AK Asyl stattfänden. „Darüber hinaus sind am Wochenende der Tanztee und immer wieder ein Treffen der Initiative „Blaue Stunde“ statt,“ fuhr Hug fort. Ebenso führe das Mobile Team seinen PC-Stammtisch und seine Fotogruppensitzungen wiederkehrend in der Eisenbahnstraße durch. In der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, dass auch Veranstaltungen der Partnerschaftsvereine Metzingen-Noyon, Metzingen-Hexham und Metzingen-Nagykálló immer wieder bei Bedarf in den Räumen Platz fanden.

    Dr. Kemmler, Vorsitzender des AKE, des AK Stadtgeschichte und des Partnerschaftsvereins Metzingen-Hexham würde gerne seine wegen des Tods von Thomas Zecher abgesagte Veranstaltung mit Jugendlichen zu Europa und Brexit gerne neu ansetzen. „Die Veranstaltungstechnik und die Größe des Raums sind ideal für eine solche Zusammenkunft,“ stellte er fest. In die gleiche Kerbe schlugen auch die beiden Vorstände Feimer und Kramer vom Veranstaltungsring Metzingen, die es sehr vermissen würden, wenn es das Kulturforum und seine Räume nicht mehr gäbe. Dort hätten sie immer wieder kleinere Kulturveranstaltungen umgesetzt.

    Auch Reinhard Glatzel, der die SPD und den AK Frieden vertrag, legte dar, „dass Parteien und Initiative in Metzingen ein vernünftiges Tagungslokal brauchen, das über Veranstaltungstechnik verfügt“. Frank Mayer von AK Asyl verwies darauf, „dass sich bisher jeden Freitag der Kreis „Altbürger treffen Neubürger“ im Nebenraum zusammensetzt, um mit Asylbewerbern Lebensfragen aller Art zu besprechen“. Dieser Austausch müsse man dringend fortstehen und hier sei, wie bei anderen Treffen auch, die Getränketheke entscheidend. Walther erinnerte in diesem Zusammenhang daran, „dass immer weniger kostenfreie Nebenräume in den Metzinger Gaststätten vorhanden sind, es werden laufend weniger“.

    Walther Stonet von zugetextet.com, hinter dem sich der Metzinger Bürger Werner Theis verbirgt, merkte in seinem Statement an, „dass seit dem Jahr 2015 AutorInnen aus dem deutschsprachigen Raum inzwischen neun Mal vor zwischen 25 und 50 Zuhörern ihre Werke vorgetragen haben. Sowohl das Literaturlesungsformat „Buchstabensuppe“ als auch das der „Poesie aufs Brot“ sind fast nicht mehr aus dem Metzinger Kulturleben wegzudenken.“ Walther forderte eine Kulturrahmenkonzeption der Stadt und einen Paradigmenwechsel in der städtischen Kulturförderung. „Auch das Kino steht auf der Kippe, wie man weiß“. Dem schlossen sich Peter Glatzel und die anderen zwei Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer an.

    Harald Hug vom Kulturforum legte nach der ersten Runde dar, „dass das Kulturforum unbedingt eine kurzfristige Hilfe benötigt“. Zu den laufenden Kosten aus Miete und Nebenkosten von ca. 20.000 Euro käme der nötige Erwerb der Medien- und Tagungstechnik hinzu, die von Petra Zecher für um die 10.000 Euro gekauft werden müssten. „Durch Eigenmittel können wir 10.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Veranstaltungen einnehmen, aber die Vereine und Initiativen haben in der Regel keine Möglichkeit, einen Beitrag für ihre Veranstaltungen aufzubringen!“ Er habe die Lage dem Kulturamt der Stadt, dem Oberbürgermeister Dr. Fiedler und den Vorsitzenden der Gemeindefraktionen klar geschildert und einen Wirtschaftsplan des Kulturforums für das laufende Jahr und das Jahr 2020 übergeben.

    Frau Jäger-Renner fasste die Diskussion zusammen und nahm die Erkenntnis mit, „dass die Räume des Kulturforums technisch, in ihrer Größe und auch wegen der Getränkebar sowie ihre Ausstrahlung her eigentlich unbedingt erhalten werden sollten. Ich habe außerdem verstanden, dass alle anwesenden Vereine und Bürgeraktionen und Initiativen diesen Ort der Kultur und des Zusammenkommens dringend benötigen würden“. Sie werde das im Kulturamt vortragen und die nächste Sitzung in Kürze schriftlich über den städtischen Vereinsverteiler und über den Email-Verteiler des Kulturforums einladen, um den Kreis der Vereine und Initiativen zu informieren und Umsetzungsschritte zu beraten.

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    2 Gedanken zu „Metzinger Kulturvereine sprechen sich städtisches Kulturrahmenkonzept aus“

      1. Hallo Frau Linhart,
        danke vielmals. Kam nun auch im GEA und dem Volksblatt. Und es scheint bei Stadtverwaltung und Gemeinderat einen Denkprozeß ausgelöst zu haben. Was wollen wir mehr …
        Herzl. Gruß Die Redaktion

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