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Bruder Leichtfuß

Gedicht von Finn Lorenzen

Sagt der Bruder zu dem ander’n:
„Auf leichten Füßen lässt sich’s wandern.
Wer dann noch seine Taschen leert,
Der wird vom Leben hoch verehrt.
Mit Geld, da ist es wie mit Glück:
Nur wer’s gebraucht, bekommt’s zurück.
Drum gab ich meinen letzten Schein
Für einen Schnaps im Sonnenschein.“

Sagt der andere zum Bruder:
„Wer leicht verprasst, macht sich zum Luder.
Behalte, was du sparen kannst,
Das schont die Börse und den Wanst!
Verdientes Geld, ich lieb es sehr,
Wer’s hat, der hat’s, doch mehr ist mehr.
Am Sparschein soll der Mensch sich laben,
Auch wenn’s nicht schadet, zwei zu haben.“

Und im Diskurs um Münz’ und Schein,
Da kommen sie nicht überein.
Verbunden sind sie nur im Leide,
Denn in der Gosse sitzen beide.

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