Mülheimer Lesebühne – zehn Jahre Literatur an der Ruhr

    von Oliver Bruskolini

    Die Mülheimer Lesebühne ist ein fester Bestandteil der Indie-Literaturszene im Ruhrgebiet. Sie wurde Anfang 2009 von den Initiatoren Sabine Fenner, Anne Ladage und Manfred Wrobel ins Leben gerufen und bereits 63 mal ausgerichtet. Damit blickt die Veranstaltungsreihe auf eine zehnjährige Tradition zurück.

    © Manfred Wrobel

    An jedem ersten Freitag in jedem ungeraden Monat bitten die Veranstalter eine Hand voll Autoren in das Mülheimer Hotel Handelshof. In gemütlicher Atmosphäre sind Lyriker, Prosaisten und andere Wortakrobaten eingeladen, ihr Schaffen vor einem wechselnden Publikum zu präsentieren. Zusätzlich werden die Werke von lokalen Kunstschaffenden ausgestellt.

    ©Manfred WrobelDie literarischen Beiträge bilden den Kern des Programms und werden durch eine musikalische Begleitung eingerahmt. Außerdem finden Verlosungen statt, in deren Zuge die Zuhörerinnen und Zuhörer Buchpreise und kleine Kunstwerke gewinnen können.

    Interessierte Autorinnen und Autoren können sich über die Homepage der Mülheimer Lesebühne anmelden, Zuhörerinnen und Zuhörer können sich spontan entscheiden, ob sie an den Abenden teilnehmen möchten. Die Veranstaltung ist kostenlos und eignet sich einerseits hervorragend, um die eigenen Werke ein wenig bekannter zu machen und andererseits, um sich neuen literarischen Input zu verschaffen.

     

    Die wichtigsten Daten im Überblick:
    Mülheimer Lesebühne
    Jeden ersten Freitag in jedem ungeraden Monat
    Im Hotel Handelshof
    Friedrichstraße 15-19
    45468 Mülheim an der Ruhr
    Vorherige Anmeldung für AutorInnen
    Eintritt frei

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    3 Gedanken zu „Mülheimer Lesebühne – zehn Jahre Literatur an der Ruhr“

    1. Die Tatsache, dass ein Buch oft gekauft wurde (Bestseller), sagt noch nichts über dessen Inhalt bzw. Qualität aus. Und so erleben wir in diesen Tagen zwar jede Menge neue Literaturpodien, aber hier scheint doch der kommerzielle Gedanke im Vordergrund zu stehen. Es erinnert mich an die 50er, 60er und noch 70er Jahre, wo dem Bertelsmann-Leser – von höchster Stelle und aus berufenem Mund – Werke aufgedrängt wurden, die dann viele Jahre ungelesen an besonderer Stelle im Bücherregal von der Belesenheit des Hausherrn Kunde taten. Das ist bei der Lesebühne Mülheim an der Ruhr anders. Hier werden seit vielen Jahren keine Maßstäbe herkömmlicher Gattung (s.o.) angelegt, sondern hier zählt einzig und allein ein Motto: „Vielfalt“. Jeder der etwas zu sagen hat (auch wenn es über sich selbst ist), wer andere unterhalten will, sie unter Spannung setzen oder zum Nachdenken anregen möchte, ist hier herzlich willkommen. Wie ich finde, eine einzigartige Möglichkeit, die insbesondere von Manfred Wrobel mit viel Gefühl und Fingerspitze organisiert wird. Da ist es Zeit, wieder einmal „Danke“ zu sagen und zu hoffen, dass es noch viele Jahr so weitergeht.

      Rolf Blessing

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